Chronik

Geschichte des GIR Kellers

Wappen der Familie Gir

Es ist allgemein bekannt, dass die Altstadt zu Köln am Rhein eine bedeutende Handelsmetropole war.
Dies ist übrigens heute noch an den Straßenzügen erkennbar. So war beispielsweise die Lintgasse als Erweiterung des Fischmarktes herangezogen worden. Der zwischen den beiden Gassen gelegene Klosterhof „Groß St. Martin“ schloss sich zur Lintgasse mit zwei Abteien der Benediktiner Mönche an.

Im Mittelalter wurden die Kellereingänge vor die Häuser gebaut, so wurde der GIR Keller als Weinkeller der Mönche genutzt. Es ist heute noch zu ersehen, dass es sich um einen Doppelkeller handelte, wobei offenbleibt, in welchem Keller die Lagerung und in welchem die sogenannte Probierstube war. Die Erbauung dieses einmaligen noch erhaltenen Säulenkellers geht in die Zeit von 1195-1280 zurück. Eine genaue Datierung kann nicht mehr festgelegt werden. Die Häuser der Lintgasse 8-14 bildeten eine geschlossene Gruppe und trugen die Bezeichnung „Martinsinsel“.

Schon im Jahre 1230 fand der Name „Gir“ zum ersten Mal Erwähnung. Diese ehrbare Familie stellte die Schöffen, die zur damaligen Zeit ihr eigenes Stempel-Siegel aufsetzte. Dieser war zwar nicht identisch mit dem Köln am Rheiner Siegel, besaß jedoch auch Rechtsgültigkeit.

Der Name „Gir“ steht von Anfang an in Zusammenhang mit der Lintgasse, aber erst um 1650 in direkter Verbindung zu dem Haus mit der heutigen Nummer 14. Zu dieser Zeit wurden zwei Säulen in den Keller eingezogen. Das Haus erhielt größere Bedeutung mit Einzug des Bürgermeisteramtes.

Ob die Familie der „Gir“ auch vorher in diesem Haus gelebt hat, ist zwar nicht dokumentiert, aber möglich. Der Keller wurde an die Mönche vermietet oder verkauft, eine damals durchaus gängige Praxis. Es ist auch nicht genau bekannt, wie lange der Keller von den Mönchen genutzt wurde. Fest steht jedoch, dass der Rat der Stadt Köln um 1330 beschloss, die vorgebauten Zugänge der Keller abzureißen, da es als verkehrsbehindernd eingestuft wurde.

In den letzten hundert Jahren wurden Gebäude und Gewölbekeller als Wohnhaus genutzt. Im 2. Weltkrieg wurde das Haus zerstört, wobei der Keller in seinem Ursprung erhalten blieb. Erst Jahre nach dem Wiederaufbau wurde der Keller wiederentdeckt und bei der erneuten Altstadt-Sanierung (1975-1976) in die Gesamtplanung mit einbezogen.

Wir durften u.a. bereits als Gäste begrüßen: